Freitag, 14. Januar 2022

Ottomar Starke


Leipzig 1911
 
Nach seinem Studium an der Münchner Kunstgewerbeschule machte sich der 1886 geborene Ottomar Starke rasch einen Namen als Bühnenbildner und war zudem auch als Kunstmaler und Grafiker tätig. Mit der Zeit wandte sich Starke in zunehmendem Maß Buch- und Zeitschriftenillustrationen zu. In einem Artikel in der Dezember-Ausgabe der „Gebrauchsgraphik“ aus dem Jahr 1929 setze er sich dabei kritisch mit der „Gebrauch-Illustration“ besonders im Pressewesen auseinander: „Schon die Verteilung der Aufträge geschieht nicht nach künstlerischen Gesichtspunkten, sondern nach der Eignung für einen bestimmten Stoffkreis und ein bestimmtes Leserniveau.“ Dieses „Spezialistensystem“ habe zwar den Verlegern und Redaktionen „vorzügliche Dienste“ geleistet, aber die künstlerische Entwicklung der Künstler gehemmt. 
Ottomar Starke, der auch schriftstellerisch tätig war und 1956 seine lesenswerten Erinnerungen unter dem Titel "Was mein Leben anlangt" veröffentlichte, starb 1962.  

Carl Sternheim: Mädchen. Leipzig 1917 - Einband
Starke, der einige Bücher Sternheims ausstattete, stand mit dem Autor
 in engem Austausch.

Lithografie in einer Ausgabe von Flauberts "November" (Leipzig 1917)

Der Querschnitt, April 1928

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