Dienstag, 22. März 2016

Ferdinand Bac



Ferdinand Bach, Sohn eines unehelichen Neffens Napoleon Bonapartes, wuchs in Ludwigsburg auf und studierte an der Münchner Kunstakademie. Nach seinem Umzug in die französische Hauptstadt nannte er sich Ferdinand Bac und machte sich rasch einen Namen als Zeichner vor allem hintersinniger und teilweise erotischer Frauendarstellungen. Die mondäne Frau der „Belle Epoche“ zeichnete Bac dabei in ganz eigener Weise, „wohl jovial, ja sogar possenhaft (...)“, aber immer so, „dass das Lächerliche nicht von ihr selbst, sondern von ihrer Umgebung ausgeht, in der sie sich bewegt oder in der die Ursache ihrer Bewegung liegt.“ (Gustave Kahn 1907)
Bac, der in Paris engen Kontakt zu zahlreichen Kunst- und Geistesgrößen pflegte, zeitlebens mit maßgeblichen Intellektuellen korrespondierte und auch als Schriftsteller erfolgreich war, entwickelte auf seinen zahlreichen Reisen eine tiefe Leidenschaft für die Anlage mediterraner Gärten, der er sich bald mit besonderer Hingabe widmete. So ist der 1952 mit über 90 Jahren gestorbene Ferdinand Bac heute vor allem auch als bedeutender Gartengestalter in Erinnerung geblieben.




1901

Le Journal Amusant 1901


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